Die vorliegende Quelle dokumentiert die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte von Freileben, dem einzigen vollständig neu geplanten Dorf in Brandenburg. Ursprünglich im Jahr 1945 als „Mustersiedlung Waidmannsruh“ für mittellose Flüchtlinge gegründet, zeigt der Text den mühsamen Aufbau einer genossenschaftlichen Gemeinschaft in der sowjetischen Besatzungszone. Historische Fotografien und detaillierte Chroniken illustrieren, wie Frauen und Männer unter großen Entbehrungen Wohnhäuser, Schulen und landwirtschaftliche Betriebe aus dem Wald stampften. Die Vision einer alternativen Lebensform endete jedoch 1952, als die Genossenschaft nach finanziellen Krisen und politischem Druck aufgelöst wurde. Neben offiziellen Dokumenten wie der Gründungsurkunde von 1948 enthält das Material wertvolle Verzeichnisse der ersten Siedler und ihrer Wohnorte. Insgesamt bietet das Heft einen tiefen Einblick in die Nachkriegsgeschichte und den Wandel von einer idealistischen Vision hin zum staatlich gelenkten Dorfleben der frühen DDR.
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