Eisenzeit
Die Germanen nutzten den häufig vorkommenden Raseneisenstein für die Gewinnung einer teigigen Eisenmasse (Luppe), die durch Schmieden geformt wurde. Eine Verflüssigung des Eisens mit anschließender Gießverarbeitung- wie bei Bronze- war auf Grund der mit Holzkohle erzielbaren, niedrigen Temperaturen noch nicht möglich.
Die Scherben- siehe Abb. 3- weisen eine grobe Magerung auf, sie sind oft ziemlich dick. Häufig sind auch scherbenartige Bruchstücke von den Öfen- Ummantelungen zu finden, die bis zu 2 cm dick sein können und nicht mit Gefäßscherben verwechselt werden dürfen.
Eisenzeitliche Gräber oder gar Wohnplätze wurden bisher für Proßmarke (noch) nicht nachgewiesen.
LITERATUR
WILLE, G.: Eisenzeit. in: Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte von Proßmarke. Dresden/ Proßmarke, 2006 (Download)



